Rückblick – 22. Spieltag

Spieler des Spieltags: Amin Younes

Die Frankfurter Adler setzen ihren Höhenflug fort und können sich seit diesem Spieltag zum FC St. Pauli gesellen und sich „Weltpokal-Sieger-Besieger“ nennen. Vor den Augen des Bundestrainers Joachim Löw lieferte mit Amin Younes ein alter Bekannter ein makellose Bewerbung für weitere Nominierungen.

In der ersten Halbzeit des 2:1-Heimsieges brannte die SGE ein regelrechtes Offensiv-Feuerwerk ab. Immer mittendrin der kleine Spielmacher, der sich seit Wochen in bestechender Form befindet. Mit seinen Bewegungen zwischen den Linien, seinen unberechenbaren Dribblings und kreativem Pass-Spiel war Younes dauerpräsenter Stör-Faktor der Bayern-Defensive. Fünfmal schoss Younes auf das gegnerische Gehäuse mit positivem Ausgang zum 2:0 in der ersten Halbzeit. Ein Tor für alle Fußball-Ästhetiker. Mit zwei Körpertäuschungen schickte er Niklas Süle ins Leere, um einen strammen Vollspann-Schuss im Winkel zu versenken.

Extraklasse war auch Younes Aktion in Gedenken an den Anschlag in Hanau. Mit dem Präsentieren eines T-Shirts erinnerte eher beim Torjubel an die Opfer und erklärte später, „Ich möchte, dass die Angehörigen wissen, dass wir an sie denken und dass uns das nah gegangen ist.“

Mainzer Superjoker

Seit der Übernahme der Mainzer durch das Trio Heidel/Schmidt/Svensson tasten sich die 05er Schritt für Schritt näher an die Nichtabstiegs-Plätze heran. Erfolgsrezept der Rhein-Hessen ist die Rückbesinnung auf alt bewährte Tugenden. Hohe Laufbereitschaft, gepaart mit aggressivem Pressing und der Malocher-Mentalität einer Truppe, die sich ihres ständigen Existenzkampfs bewusst ist.

Neuer Faktor ist das glückliche Händchen des Chefcoachs Bo Svensson, der in Kevin Stöger einen eiskalten Spezialisten für die Schlussminuten gefunden hat. Vergangene Woche konnte der Österreicher nach Einwechslung in der Nachspielzeit gegen Bayer Leverkusen zum 2:2 ausgleichen. Diese Woche verpasster er als Joker, dem nächsten Favoriten einen Last-Minute-KO. Einen missglückten Befreiungskopfball des Gladbacher Nationalmannschafts-Kollegen Stefan Lainer konnte das Mainzer Super-Sub aus neun Metern Entfernung fünf Minuten vor Schluss zum 1:2-Siegtreffer über die Linie drücken.

Die Dortmunder Auf und Abs

Eine Story dieser Saison ist definitiv die Inkonstanz der Elf vom Borsigplatz. Phasen, in denen aus allen Richtungen versucht wird, eine sportliche Krise zuzuschreiben, werden in aller Regelmäßigkeit durch eindrucksvolle Siege in wichtigen Spielen im Keim erstickt.

Vor dem Champions-League-Gastspiel gegen eine stark erwartete Mannschaft aus Sevilla sah wieder vieles nach Schwarz-Gelber-Sinnkrise aus. Doch dann bezwangen die entfesselt aufspielenden Dortmunder die disziplinierten Andalusier völlig verdient mit 2:3. Der vernichtende Derby-Sieg der Borussen war dann die letzte Dosis Medizin zur endgültigen Wieder-Genesung des Revier-Klubs. Ohne den Hauch eines Zweifels putzten die Dortmunder den Erz-Rivalen aus Gelsenkirchen mit 0:4 aus dem Stadion.

Rückblick – 21. Spieltag

Spieler des Spieltags: Sami Khedira

Ausgerechnet zu seinem langjährigen Jugendverein, erstem Profi- und Herzens-Klub, dem VFB Stuttgart, führte es Sami Khedira in seinem ersten Auswärtsspiel im Trikot der Hertha. In den ersten 45 Minuten wurden die Berliner regelrecht an die Wand gespielt und lagen verdient zur Pause mit 1:0 hinten. Doch in der zweiten Halbzeit, insbesondere mit der Einwechslung Khediras nach einer knappen Stunde, wendeten sich die Spielanteile deutlich zugunsten des Hauptstadt-Klubs.

Über die gesamte halbe Stunde verkörperte Khedira den weitgereisten, spielintelligenten und abgeklärten Routinier, den sich Verantwortliche und Investoren-Team mit dem Transfer erhofft haben. Die meisten der zahlreichen Hertha-Angriffe wurden über ihn initiiert. Von seinen 24 gespielten Pässen brachte der Weltmeister über 87% an den Mann. In nur einer halben Stunde Spielzeit war der Deutsch-Tunesier außerdem der Spieler mit den zweitmeisten ausgeübten Tackles in der Mercedes-Benz-Arena. Seinen punktrettenden Glanzmoment hatte der Rückkehrer dann in der 82.Minute, als er das eingelaufene Berliner Tafelsilber Lucas Netz mit einem perfekt getimten Chipball in den 16er zum 1:1 auf die Reise schickte.

Es lebe der Pazifismus

Lediglich die formstarken Leipziger und Frankfurter konnten in ihren Heimspielen gegen Augsburg respektive Köln als Sieger vom Platz gehen. Die anderen 14 Bundesliga-Klubs sorgten für einen neuen Bundesliga-Rekord. Auf allen sieben Plätzen ging man schiedlich friedlich mit Unentschieden vom Platz. Am Montagabend gelang es nicht einmal, den hochfavorisierten Münchnern ihre Aufholjagd gegen frech aufspielende Arminen in drei Punkte umzumünzen.

Von diesem winterlichen Kuschelkurs ließen sich offensichtlich auch die Unparteiischen anstecken, die nicht einen einzigen Platzverweis aussprechen mussten. Dementsprechend gab es wenig Bewegung auf den entscheidenden Tabellen-Plätzen. Eine verpasste Chance, insbesondere für die abgeschlagenen Schalker. Nur RB und die Frankfurter Adler konnten dieses harmonische Wochenende also für sich nutzen und ihren derzeitigen Champions-League-Platz weiter zementieren.

Dortmund bekommt ihren Sehnsuchtstrainer

Die Ausstiegsklasusel wurde gezogen. Der Deal ist unter Dach und Fach. Marco Rose wechselt zur nächsten Saison aus Mönchengladbach ins Ruhrgebiet zur größeren Borussia.

Eine dunkle Wolke schwebte seit dem Abgang Jürgen Klopps über dem Trainerstuhl der Schwarz-Gelben. Thomas Tuchel, Peter Bosz und Lucien Favre sind zweifelsfrei alle Fußball-Fachmänner aus dem obersten Regal, die aber nicht für langfristige Zufriedenheit des Dortmunder Anhangs sorgen konnten. Zu sehr sehnte man sich durch das langjährige Wirken des Erfolgs-Vaters Klopp nach einem charismatischen, humorvollen und volksnahem Übungsleiter. Alles fehlende Attribute, die seinen Nachfolgern in Dortmund zur Last gefallen sind.

Mit Rose hat man endlich einen legitimen Nachfolger gefunden, der taktische Detailverliebtheit und eine klare Spielidee mit Kloppschen Soft-Skill-Kompetenzen verbindet. Mit Klopp stand Rose als Spieler von Mainz 05 sogar viele Partien zusammen auf dem Platz und schaffte mit ihm als Trainer den Mainzer Aufstieg in die deutsche Fußball-Beletage.

Nächste Saison hat der gebürtige Leipziger Zeit zu beweisen, dass in Dortmunds Kader deutlich mehr Talent steckt als die momentanen Auftritte des Revier-Klubs andeuten und die Fußstapfen der Dortmunder Vereins-Legende nicht zwangsläufig zu groß sein müssen.

Rückblick – 20.Spieltag

Spieler des Spieltags: Elvis Rexhbecaj

Auch der nächste Spieler des Spieltags kommt aus der Domstadt. Der Effzeh hat einen neuen Derby-Helden. Offensiv und Defensiv konnte der aus Wolfsburg ausgeliehene Deutsch-Kosovare Elvis Rexhbecaj wichtige Akzente zum zweiten Köln-Sieg in Folge setzen.

Schon in der dritten Minute konnte der aggressive Box-to-Box-Spieler einen traumhaften Schnittstellen-Pass Ondrej Dudas von der Strafraumgrenze aus im rechten Eck versenken. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich der Fohlen war es dann wiederum Rexhbecaj, der einen durch druckvolles Gegenpressing erzwungenen Fehlpass Stefan Lainers kompromisslos an Sommer vorbeischob.

Dass auch seine Mentalität absolut vorbildlich war, beweist sein Arbeitsnachweis. Nach 90 Minuten war Rexhbecaj sowohl der Spieler mit den meisten Tacklings (4) als auch der am häufigsten gefoulte Spieler auf dem Platz. (5)

Die Weltmeister sind zurück

Kurz vor Ablauf der Winter-Transferperiode konnten die beiden kriselnden Riesen Schalke 04 und Hertha BSC noch einmal mit einem Transfer-Coup aufhorchen lassen. Mit Skhodran Mustafi vom FC Arsenal London und Sami Khedira von Juventus Turin kommen zwei Weltmeister von 2014 in die Bundesliga, um ihren Teams wichtige Unterstützung im Kampf um dringend benötigte Punkte zu leisten.

Die Bilanz des ersten Auftritts der Hoffnungsträger war dann aber doch sehr ernüchternd. Mustafi zeigte sich bei seinem Bundesliga-Debüt (0:3 gegen Leipzig) zwar als lautstarker Wortführer muss eine schlecht verteidigte Ecke zum 1:0 aber auf seine Kappe nehmen und sah im Laufe des Spiels bei der ein oder anderen Szene gegen die schnellen RB-Angreifer nicht ganz souverän aus. Für Khedira reichte es bei Herthas starkem Auftritt gegen die Bayern nur zu einer Einwechslung in der 81. Minute. In der Folge konnte er keine nennenswerte Impulse zu einem durchaus möglichen Punktgewinn gegen den Rekordmeister leisten.

Die nächsten Wochen werden zeigen, ob die Verpflichtungen der beiden Routiniers neben einem geglückten PR-Move auch noch die dringend benötigte sportliche Bereicherung mit sich bringen.

Wunder-Teenies auf Rekord-Jagd

Bayers kreatives Herz Florian Wirtz hat beim 5:2-Sieg seiner Leverkusener wieder einmal ein Tor zur Jagd auf die Champions-League-Plätze bei gesteuert. Dadurch ist der Edel-Techniker nun der erste Bundesliga-Spieler, der fünf Liga-Tore vor Vollendung seines 18.Lebensjahres erzielt hat. Ein potentieller Rekord für die Ewigkeit wäre da nicht Dortmunds Ausnahmetalent Youssoufa Moukoko.

Bei der Niederlage von Schwarz-Gelb in Freiburg wurde der 16-jährige für den blassen Kapitän Marco Reus eingewechselt. Sofort war er belebendes Element, schoss insgesamt vier Mal Richtung Freiburger Kasten und sorgte mit seinem zweiten Saison-Tor für den am Ende nicht belohnten 2:1-Anschlusstreffer. Angesichts der schwächelnden BVB-Offensive ist vorstellbar, dass dem Teenie wieder mehr Spielzeit gewährt wird und Wirtz neu aufgestellter Rekord noch in der selben Saison geknackt wird.

Rückblick – 19. Spieltag

Spieler des Spieltags: Marius Wolf

Ein Spiel mit Final-Charakter ging am Sonntag im RheinEnergie-Stadion über die Bühne. Im Vorfeld sagten viele diesen beiden Mannschaft einen Zweikampf um den rettenden 15.Platz voraus. Dass die Kölner letzten Endes die drei Punkte zuhause behalten konnten, lag vor Allem an dem frühen Doppelschlag des BVB-Neuzugangs Marius Wolf. Mit seinen ersten beiden Saison-Toren bewies der Rechtsaußen ungeahnte Abstauber-Qualitäten und stellte schon nach 30 Minuten auf ein vorentscheidendes 2:0.

Seine kämpferischen Qualitäten täuschten über 90 Minuten seine auch gegen Bielefeld sichtbaren spielerischen Mängel hinweg. In Sachen Laufbereitschaft und Zweikampf-Härte war der versatile Mittelfeld-Spieler der personifizierte Kampf um den Klassenerhalt. Zwei erzielte Tore und ein aufopferungsvolles Spiel wiegen dann tatsächlich mehr als eine miserable Pass-Quote von unter 50%.

Lewandowskis Sous-Chefs

Während die Defensive Sorgen bereitet, sind die Bayern in dieser Saison offensiv wieder auf Rekord-Jagd. Mit 57 erzielten Toren nach 19 Spieltagen hat der Rekordmeister einen vereinsinternen Rekord aufgestellt, der nur von Hamburgs Meistermannschaft (1981/82) überboten wird (58.). Der frisch gekrönte Weltfußballer Robert Lewandowski wandelt auf Gerd Müllers Spuren und hat beste Chancen, mit seinen bereits erzielten 24 Toren den ewigen Tor-Rekord Müllers zu übertrumpfen. (40).

Bei diesen Wunderzahlen darf aber nicht unter den Teppich gekehrt werden, dass dem Polen auf höchstem Niveau assistiert wird. Zweistellig aufzulegen ist nach dem Saison-Ende bereits eine hervorragende Quote. Nach neunzehn Spieltagen habe Thomas Müller und Joshua Kimmich bereits zehn Mal den entscheidenden Ball vor dem Tor gespielt. Der französische Champions-League-Held Kingsley Coman hat sich neunmal mit einer Tor-Vorlage auf den Spielberichtsbogen gebracht.

Mutlose Knappen

Ewigen Optimismus predigt Chef-Coach Christian Groß auf nahezu jeder Presse-Konferenz. Mut brauche es, um Rest-Chancen auf das Projekt Klassenerhalt zu wahren. Angesichts dieser Aussagen verwundern die wöchentlichen Performances der Schalker umso mehr. In Sachen Lauf-Leistung ist Königsblau die schwächste Mannschaft der Liga. Mit der Übernahme des Schweizers ging der Wert noch mehr nach unten.

Gegen Werder sah Schalkes erste Halbzeit wirklich vielversprechend aus. Destruktive Bremer wurden mit viel Ballbesitz Müde gespielt, und im passenden Moment konnte Harit mit einem Tiefenlauf und genauem Zuspiel auf Omar Mascarell für das 1:0 sorgen. Nach Wiederanpfiff verhielten sich die Knappen urplötzlich wie das Kaninchen vor der Schlange. Offensivspiel war Fehlanzeige. Stattdessen versuchte Schalke das Spiel schon viel zu früh über die Zeit zu zittern. Bezeichnend war eine gelbe Karte Ralf Fährmanns für Zeitspiel nach 65 Minuten und die Einwechslung des Defensiv-Akteurs William für Schalkes bestem Offensiv-Mann Amine Harit.

Folgerichtig erzielten die Hansestädter inmitten einer lang andauernden Drang-Periode den Ausgleich und drückten bis zum Schlusspfiff auf den Siegtreffer. Lediglich der Video-Referee rettete den Gelsenkirchenern am Ende den Punkt, als Maxi Eggestein in der Nachspielzeit den vermeintlichen Knockout setzte. Mit Schalkes Rest-Programm im Hinterkopf und dem psychologisch offensichtlich arg angeknocktem Kader wirkt der Rest der Saison nur noch wie eine traurige Abschieds-Tournee vor leeren Rängen.

Rückblick – 18.Spieltag

Spieler des Spieltags: Filip Kostic

Die legendäre Frankfurter Büffelherde scheint ihre Nachfolger gefunden zu haben. Derzeit wirkt die Adler-Offensive zwei Jahre nach dem Wunder-Trio wieder wie eine nicht aufzuhaltende Naturgewalt.

Beim 1:5 Auswärtssieg auf der Bielefelder Alm war der formstarke Filip Kostic der überragende Mann auf dem Platz. Wie in besten Zeiten beackerte der Serbe seine linke Seite gefühlte 90 Minuten im Vollsprint. Am Ende seines Gala-Auftritts standen ein eingeleitetes Tor, zwei Torvorlagen und ein selbst erzieltes. Insbesondere die Harmonie mit Rückkehrer Luka Jovic lässt nostalgisch werden und von internationalem Fußball träumen.

Unverschämte „Alte Dame“

1:4 ging die Hertha gegen das nicht für Offensiv-Gefahr bekannte Werder Bremen unter. Die Unzulänglichkeiten des Big-City-Klubs aus Berlin gehen mittlerweile aber weit über das Geschehen auf dem Platz hinaus. Natürlich fehlen angesichts der Punkteausbeute und der offenbar nicht vorhandenen spielerischen Entwicklung Argumente für eine Weiterbeschäftigung Bruno Labbadias.

Die Art und Weise, wie der Übungsleiter aber über seine Entlassung unterrichtet wird, zeugt von nichts anderem als schlechtem Stil. Nach dem Spiel stellte sich Labbadia per Video-Schalte den Sky-Berichterstattern Sebastian Hellmann und Lothar Matthäus. Diese machten Labbadia über eine frisch über den News-Ticker gelaufene Bild-Schlagzeile zu seiner Entlassung aufmerksam.

Den Trainer vor Vertragsende zu entlassen, ist nicht wünschenswert, bei sportlichem Misserfolg aber oft unumgänglich. Einem um seinen Job bangenden Verantwortlichen aber nicht persönlich über die Entscheidung zu unterrichten, sondern die Neuigkeit zur Presse durchsickern zu lassen, ein offenes Demonstrieren kommunikativer Probleme im Verein und Zeugnis schlechter Mitarbeiter-Führung.

Wenn Bayern schwächelt

Es ist eine häufig gebrauchte Floskel, die auch von Funktionäre so ziemlich jedes deutschen Champions-League-Anwärters sinngemäß ausgesprochen wurde. „Wenn die Bayern schwächeln, müssen wir die Chance nutzen und da sein.“

Nun scheint sich ganz Fußball-Deutschland einig, dass der Liga-Primus keine gewohnt dominante Saison spielt und bereits unverhältnismäßig viele Punkte liegen gelassen hat. Von einem Ausnutzen der Situation aus Leipzig, Dortmund oder Leverkusen ist man aber meilenweit entfernt. Trotz der vielen Punktverluste liegen die Bayern mit sieben Punkten vor den Zweitplatzierten Leipzigern.

Dass es auch anders geht, zeigen mit Ausnahme der Ligue-1 die anderen Top-Ligen. Die schwächelnden Riesen Liverpool/ Man City, Juve oder Real/Barca sind von konstanten lauernden Konkurrenten überflügelt worden.

Rückblick – 17. Spieltag

Spieler des Spieltags: Ritsu Doan

Zehn Punkte Vorsprung auf die direkten Abstiegsplätze hat sich die Arminia in der Hinrunde erspielt. Zugegeben, auch dank historischen Form-Tiefs von Mainz und Schalke. Dennoch sind 17 Punkte aus den ersten 17 Spielen kein schlechtes Zwischenresultat für den langjährigen Bundesliga-Abstinenzler. Einen großen Anteil daran hat der japanische Leih-Neuzugang Ritsu Doan.

Beim 3:0-Sieg gegen Mitaufsteiger Stuttgart übernahm der Edel-Techniker einmal mehr die Hauptrolle. Jederzeit anspielbereit, dribbel- und spielfreudig aufgelegt, legte er Marc-André Kempfs Eigentor zum 2:0 per scharfer Hereingabe vor und machte mit einem trockenen Abschluss ins lange Eck den Deckel auf die Partie. An der Hälfte der mageren 14 Saisontore der Ost-Westfalen war der Rechtsaußen nun direkt beteiligt.

Bayerns Revanche vom Punkt

Im Elfmeterschießen unterlagen die Bayern unter der Woche gegen den Underdog aus Kiel. Kein einziger Fehlschuss auf Kieler Seite und ein vergebener des Rekordmeisters sorgten für die Sensation. Mit Wut im Bauch ging es für die Münchner also ins Liga-Spiel gegen Augsburg.

Nach einer furiosen Anfangsphase ließ man die Fuggerstädter unnötig wieder ins Spiel kommen. Anders als bei der Niederlage gegen Kiel hatten die Bayern aber das Glück vom Punkt auf ihrer Seite. Den Sieg-Treffer erzielte Robert Lewandowski aus elf Metern zum 22. Saisontor. Besiegt wurde der Strafstoß-Fluch schlussendlich, als der Isländer Alfred Finnbogasson inmitten der Augsburger Drangphase vom Punkt nur den Pfosten traf.

Der Hoffnungsträger ist zurück

Dass ein blutjunger Spieler wichtiger Eck-Pfeiler der Mannschaft sein kann, weiß man in Leverkusen spätestens seit Kai Havertz. Der neue Kreativ-Direktor und Hoffnungsträger der Werks-Elf ist Havertz legitimer Nachfolger Florian Wirtz.

Nachdem durch die Niederlage gegen die Bayern nicht die „Wintermeisterschaft“ für den Pillen-Klub raussprang, ging es mit der Form-Kurve kontinuierlich nach unten. In den letzten beiden Spielen gegen Werder Bremen und Union Berlin erzielte Bayer nur ein Tor und holte lediglich einen Punkt. Die Offensiv-Ideen des am Knie verletzten 17-jährigen Wunderkindes wurden enorm vermisst.

Im NRW-Derby gegen den BVB kam es dann zur Rückkehr auf das Grün für den gebürtigen Kölner. Mit 2:1 ging Leverkusen schlussendlich als Sieger vom Platz. Wirtz triefte vor Spielfreude, war überall auf dem Platz zu finden und sorgte mit einem platzierten Schuss aus 15-Metern für den Siegtreffer.

Rückblick – 16.Spieltag

Spieler des Spieltages: Felix Agu

Weit von der Startelf entfernt schien das Anfang der Saison aus Osnabrück an die Weser gewechselte Talent bisher. Drei Kurzeinsätze standen für den 21-jährigen Deutsch-Nigerianer bisher zu Buche. Gegen Augsburg durfte Agu dann endlich von Beginn ran. Nicht auf seiner angestammten rechten Seite, sondern als Schienenspieler auf links lieferte der deutsche U21-Nationalspieler defensiv und offensiv ein überzeugendes Startelf-Debüt.

Der diese Saison stark aufspielende Daniel Caligiuri konnte gegen den schnellen Agu seinen Offensiv-Drang selten ausspielen und wurde nach einer Stunde sichtlich abgearbeitet aus dem Spiel genommen. Vorne sorgte Agu durch seine Vorstöße für die wichtigen drei Punkte. Eine durch Reece Oxford verlängerte Flanke Agus konnte Theodor Gebre Selassie, sein Pendant auf rechts, in der 84. Spielminute zum 1:0 verwerten. Drei Minuten später schloss Agu selbst zum 2:0 entstand ab. Die Hereingabe des eingewechselten Romano Schmid traf Agu ungewollt mit dem Standbein und ließ Rafael Glikiewisz im Tor keine Abwehrchance.

Zu Hause ist es am Schönsten

Der millionenschwere Abgang von Luka Jovic zu Real Madrid dürfte als eines der teuersten Missverständnisse in die jüngere europäische Fußballgeschichte eingehen. Das Fußball spielen hat der Serbe beim weißen Ballett scheinbar aber doch nicht ganz verlernt. Bei seiner Rückkehr an alte Wirkungsstätte machte der bullige Stürmer mit seinem Doppelpack die Schalker Hoffnung auf einen weiteren Punktgewinn zunichte. Das 2:1 war Luka Jovic in Reinform.

Eine Hereingabe seines Landsmanns und Kumpels Filip Kostic drosch er ohne den Hauch eines Zweifels mit gefühlten 200km/h in die Maschen. Mit Silva, Kostic, Kamada, Barkok, Younes und eben angesprochenem Jovic hat die Eintracht nun eine Offensive beisammen, die in der Lage sein sollte, bis zum Schluss um die europäischen Plätze mitzuspielen.

Felix Brych zeigt Rückgrat

Den schon sicher geglaubten drei Punkten aus Stuttgart machte den Gladbachern in der Nachspielzeit der Video-Referee einen Strich durch die Rechnung. Zweifelhaft war der Elfmeter allemal, Bensebaini hielt Kalajdzic zwar, wurde von diesem aber auch am Fuß getroffen. Der Kontakt blieb Schiri Brych aber auch bei eigener Ansicht am Monitor im Verborgenen. Der Frust steckte den des Sieges beraubten Gladbachern tief in den Knochen. Jonas Hofmann ließ im vielgeklickten Post-Match-Interview bei Sky seiner Wut freien Lauf und schoss offen gegen Brych und den Videoschiedsrichter.

Versöhnlich waren die Worte des Spielleiters im Nachgang der Partie. Seinen Fehler eingestehend sprach er den Stuttgarten bei der Elfmeter-Entscheidung eine Menge Glück zu. Selbst reflektiert Fehler eingestehen ist keineswegs Normalität unter Schiedsrichtern. Das verlangte auch dem Gladbacher Chef-Coach Marco Rose höchsten Respekt ab. Der verlautete auf der PK vor dem Bremen-Spiel: „Dass Schiedsrichter Dr.Brych den Fehler nach dem Spiel zugegeben hat, zeigt enorme Größe. Auch Schiedsrichter können mal Fehler machen.“

Rückblick – 15. Spieltag

Spieler des Spieltages: Matthew Hoppe

Der FC Schalke 04 hat nach 30 sieglosen Bundesligaspielen wieder einen Dreier eingefahren. Damit bleibt der Negativrekord von 31 sieglosen Spielen bei Tasmania Berlin. Gegen formschwache und stark verletzungsgebeutelte Hoffenheimer gelang ein 4:0 Befreiungsschlag. Dreifacher Torschütze war ein junger US-Amerikaner aus der zweiten Mannschaft des S04, der in der laufenden Regionalliga-Saison seinen Torriecher nicht wirklich unter Beweis stellen konnte. In 16 Spielen erzielte der 1,91m-lange Schlaks nur ein einzigesTor. Das Vertrauen des neuen Trainers Christian Gross erhielt Hoppe trotzdem ein zweites Mal in Folge.

Bei allen drei Toren stand dem 19-jährigen nach punktgenauen Schnittstellenpässen des ebenfalls überragenden Amine Harit nur noch Schlussmann Oliver Baumann gegenüber. Im Stile eines routinierten Torjägers konnte er den Hoffenheimer Kapitän jedesmal überwinden. Die gelupften Abschlüsse zum 1:0 und 3:0 waren auch noch durchaus sehenswerte Tore, die dazu beitrugen, dem Schalker Anhang diesen seltenen Glücksmoment zu bescheren.

Favoriten-Stolpern in Topspielen

Sowohl der FC Bayern als auch RB Leipzig gingen favorisiert in ihr jeweiliges Topspiel. Beide mussten sich am Ende aber nicht unverdient der gegnerischen Borussia geschlagen geben. Die Bayern offenbarten nach komfortabler 2:0 Führung wieder einmal haarsträubende Defensiv-Schwächen. Das nutzen die konterstarken Gladbacher in gerade einmal 15 Minuten, um das Spiel auf den Kopf zu stellen und mit 3:2 in Führung zu gehen. In den letzten 20 Minuten entwickelte sich dann eine regelrechte Abwehrschlacht, die die Fohlen-Elf diszipliniert bis zum Abpfiff wegverteidigte.

Einen Tag später, im Samstag-Abendspiel, entwickelte sich in der ersten Halbzeit zwischen dem BVB und den Roten Bullen ein zäher Abnutzungskampf, bei denen Torraumszenen Mangelware blieben. In der zweiten Halbzeit konnte das potenzielle Wunder-Trio Reus, Sancho und Haaland endlich mal zeitgleich eine Top-Leistung abrufen und somit die bis dahin sattelfest stehende Abwehrkette der Sachsen aushebeln. Mit jeweils zwei Scorerpunkten entschieden sie das Spiel zugunsten ihrer Mannschaft. Dem Norweger Alexander Sorloth gelang mit seinem ersten Bundesliga-Tor kurz vor Schluss nur noch der 3:1 Ehrentreffer.

Die zwei Gesichter des VFB

Der VFB Stuttgart ist eine der Überraschungen dieser Bundesliga-Saison. Kampf um den Klassenerhalt statt Kampf um Europa wurde vor Beginn der Spielzeit prognostiziert. Hatte es sich in der Aufstiegssaison allenfalls angedeutet, zeigt sich nun, wie veranlagt die Neuauflage der Jungen Wilden wirklich ist. Nicolas Gonzalez, Silas Wamangituka, Orel Mangala, Sasa Kalajdzic, Gregor Kobel, Tangui Koulibaly, die Liste der Talente erster Güteklasse im Kader der Mannschaft mit dem roten Brustring ist lang. Mit 30 erzielten Toren stellt der VFB sogar eine der Top 5 Offensiven der Bundesliga. Nach dem 1:4 -Erfolg in Augsburg sind die Cannstätter mit 17 Zählern in der Ferne, außerdem die auswärtsstärkste Mannschaft der Bundesliga.

Wehrmutstropfen ist aber, dass durch die Heimspiele nur vier weitere Punkte hinzukommen. Auswärts muss der VFB seltener das Spiel machen, was der brutal effektiv konternden Mannschaft entgegen kommt. Die Heimbilanz spiegelt punktetechnisch dennoch nicht annähernd die Leistungen des Bundesliga-Rückkehrers wieder. Kriegt der VFB seine Spiele auch zu Hause häufiger in Punkten ausgezahlt, ist ein Platz, der für die europäischen Wettbewerbe qualifiziert, nicht ausgeschlossen.

Rückblick – 14.Spieltag

Spieler des Spieltags: Taiwo Awoniyi

Von Spieltag zu Spieltag erhält man immer mehr das Gefühl, Unions überraschender Höhenflug könnte doch mehr als ein zufälliges Zwischenhoch sein. Ein Zahnrädchen scheint ins nächste zu greifen. Wesentlicher Faktor ist seit Wochen Sturmtank Taiwo Awoniyi. An der alten Försterei dürfte so langsam niemand mehr dem nach Köln abgewanderten Sebastian Andersson hinterhertrauern.

Gegen Bremen folgte der nächste Gala-Auftritt des Nigerianers. Das 0:1 legte er auf, indem er einen langen Ball aus der Abwehr heraus von Knoche per Sprint anforderte, dann noch vor der Ball-Annahme seinem Sturm-Partner Sheraldo Becker anzeigte, wie er zu kreuzen habe, um selbigem dann zum perfekt getimt zum Torerfolg zu assistieren. Den Deckel auf die Partie setzte er dann in Eigenregie. Nach gewohnt körperbetontem, erfolgreichem Pressing der Berliner konnte die Liverpool-Leihgabe ein Zuspiel Andrichs aus spitzem Winkel zum 0:2 an Pavlenka vorbeispitzeln.

Bayerns eigentlicher Chef

Bei der Frage nach Bayerns wichtigstem Spieler fällt die Antwort oft auf die Preisgekrönten. Welttorwart Manuel Neuer oder Weltfußballer und Europas Spieler des Jahres Robert Lewandowski. Die letzten Wochen haben aber unterstrichen, wie wichtig Dauerbrenner Joshua Kimmich sowohl spielerisch als auch mentalitätstechnisch für den Rekordmeister ist. Seit seiner Verletzung im Topspiel gegen den BVB am 7.Spieltag brachten die Münchener meistens sehr durchwachsene Leistungen auf den Rasen. Dann folgte sein Comeback gegen den bis dato ungeschlagenen Tabellenführer aus Leverkusen. Beim Stand von 1:1 eingewechselt, peitschte er sein Team regelrecht nach vorne und konnte kurz vor Schluss sogar noch den Siegtreffer durch Lewandowski und die damit verbundene „Weihnachts-Meisterschaft“ auflegen.

Gegen die Mainzer gerieten die Münchener wieder einmal früh in Rückstand und sahen die gesamte erste Halbzeit nicht so aus den 0:2-Rückstand noch drehen zu können. Wenn einer aber entschieden etwas gegen den Punktverlust hatte, dann der wiedergenesene Mittelfeld-Motor. Schon nach 10 Minuten in der zweiten Halbzeit war der Spielstand egalisiert. Kimmich legte ein Tor auf und erzielte eins selbst. In der Folge war Kimmich quasi auf dem gesamten Platz zu finden und agierte teilweise in vorderster Front als Rechtsaußen, um immer weiter Druck zu machen, der den Bayern half am Ende als 5:2-Sieger vom Platz zu gehen.

Die Mannschaft der Stunde

Zu Beginn der Saison sah es tatsächlich so aus, als habe der ewige Abstiegskandidat aus Freiburg an den alljährlichen Abgängen von Leistungsträgern zu knabbern. Die deutschen Nationalspieler Robin Koch und Luca Waldschmidt verließen den Breisgau, um im Ausland den nächsten Karriereschritt zu machen. Am achten Spieltag verlor man noch 1:3 gegen den zum damaligen Zeitpunkt mausetot wirkenden FSV Mainz 05. Diese Niederlage kam wohl als Weckruf zum richtigen Zeitpunkt. Seitdem ist die Mannschaft von Christian Streich ungeschlagen und konnte die letzten vier Spiele sogar siegreich gestalten.

Ein Erfolgsfaktor scheint, dass der dienstälteste Trainer der Liga einem festen Stamm vertraut und konträr zu den meisten anderen Bundesligisten wenig rotiert. Die „Königstransfers“ Santamaria und Demirovic passen sich dem Freiburger 3-5-2/5-3-2 immer besser an. Die langjährige Leistungsträger Nicolas Höfler, Jonathan Schmid und Kapitän Christian Günter haben rechtzeitig ihre Form wiedergefunden und vorne glänzt, allen voran Vincenzo Grifo als starker Standardschütze und Assistgeber. Nach vierzehn Spieltagen sind die wiedererstarkten Freiburger nun auf Tuchfühlung zu Vereinen anderer finanzieller Kragenweite wie Wolfsburg oder Gladbach dicht an den Europa-League-Rängen.

Rückblick – 13.Spieltag

Spieler des Spieltags: Robert Lewandowski

Die Bayern machen Bayern-Dinge. Der Liga zu verstehen geben, verwundbar zu sein und genau dann, wenn es darauf ankommt, wieder die Muskeln spielen lassen. Im Topspiel dieses Spieltages bekam es der Rekordmeister im Spitzenspiel um den ersten Tabellenplatz mit den bis dato ungeschlagenen Leverkusenern zu tun.

Zwei katastrophale Abwehr-Fehler und ein wacher Lewandowski katapultieren die Bayern im Endspurt vor der Weihnachts-Pause auf Platz Eins der Liga. Kurz vor Ende der guten ersten Leverkusener Halbzeit konnte der Pole ein Missverständnis zwischen Lukas Hradecky und Jonathan Tah ausnutzen und per Kopf zum 1:1 Ausgleich abstauben. In der ausgeglichenen zweiten Halbzeit sah dann alles danach aus, dass die beiden Mannschaften leistungsgerecht mit einem Unentschieden auseinandergehen. Dann ließ abermals Tah in der Nachspielzeit ein Anspiel Diabys unbedrängt verspringen und Lewandowski versenkte einen abgefälschten Schuss zum Sieg in den Maschen.

Team-Arbeit führt zum Erfolg

Manchmal muss man seine Autorität beiseiteschieben und auf seine Berater vertrauen. Die ganze Woche über soll Co-Trainer Tim Borowski ein gutes Gefühl gehabt haben, was den neunzehnjährigen Eren Dinkci aus der zweiten Mannschaft betrifft. Bis zu seiner Einwechslung in der 85. Minute soll er seinem Chef Florian Kohfeldt empfohlen haben, den Regionalliga-Torjäger ins kalte Wasser zu werfen und seine ersten Bundesliga-Minuten zu bescheren. In der Schlussminute des langweiligen Keller-Duells gegen Mainz kam es dann, wie es kommen sollte.

Der ebenfalls eingewechselte Tahtih Chong schlug eine Flanke aus dem Halbfeld in den Rücken der Mainzer Hintermannschaft, in den sich der lauernde Dinkci geschlichen hatte und die Bremer per Kopf in Ekstase versetzte. Ohne die Beharrlichkeit Borowskis und den unegoistischen Führungsstil Kohfeldts wäre es dem Mittelstürmer wohl nicht geglückt, mit seinem ersten Ballkontakt gleich für seine ersten Bundesliga-Treffer und wichtige drei Punkte für Werder zu sorgen.

Gladbach macht sich unbeliebt

Einer anderen Person aus kurzer Entfernung bewusst ins Gesicht zu spucken, ist nichts als widerlich. Max Eberls Auftritt sich als Verantwortlicher vor das Mikrofon zu stellen und das Ganze als Versehen abzustempeln grob fahrlässig und eine verfehlte Gelegenheit in der Öffentlichkeit klare Kante zu zeigen. Frankreichs Weltmeister von 1998, Lilian Thuram, fasste die Situation passender zusammen. Enttäuscht teilte er in einem Social-Media-Post klar, dass er seinen Sohn Marcus in der Situation nicht wiedererkannt habe.

Besonders prekär wird die Situation mit dem Wissen, dass auch Christoph Kramer eine Woche zuvor Glück hatte, als er nach einer sehr absichtlich aussehenden Spuck-Attacke gegen Sebastian Rode nicht vom Platz gestellt wurde. Die sonst so sympathische Fohlen-Elf hat in den letzten Wochen einige Schäden in der öffentlichen Wahrnehmung davongetragen. Zumindest nutzte man intern die Chance, den französischen Neu-Nationalspieler treffend zu sanktionieren. Ein gesamtes Monatsgehalt muss Thuram nun einer gemeinnützigen Organisation speden.