Rückblick – 18.Spieltag

Spieler des Spieltags: Filip Kostic

Die legendäre Frankfurter Büffelherde scheint ihre Nachfolger gefunden zu haben. Derzeit wirkt die Adler-Offensive zwei Jahre nach dem Wunder-Trio wieder wie eine nicht aufzuhaltende Naturgewalt.

Beim 1:5 Auswärtssieg auf der Bielefelder Alm war der formstarke Filip Kostic der überragende Mann auf dem Platz. Wie in besten Zeiten beackerte der Serbe seine linke Seite gefühlte 90 Minuten im Vollsprint. Am Ende seines Gala-Auftritts standen ein eingeleitetes Tor, zwei Torvorlagen und ein selbst erzieltes. Insbesondere die Harmonie mit Rückkehrer Luka Jovic lässt nostalgisch werden und von internationalem Fußball träumen.

Unverschämte „Alte Dame“

1:4 ging die Hertha gegen das nicht für Offensiv-Gefahr bekannte Werder Bremen unter. Die Unzulänglichkeiten des Big-City-Klubs aus Berlin gehen mittlerweile aber weit über das Geschehen auf dem Platz hinaus. Natürlich fehlen angesichts der Punkteausbeute und der offenbar nicht vorhandenen spielerischen Entwicklung Argumente für eine Weiterbeschäftigung Bruno Labbadias.

Die Art und Weise wie der Übungsleiter aber über seine Entlassung unterrichtet wird, zeugt von nichts anderem als schlechtem Stil. Nach dem Spiel stellte sich Labbadia per Video-Schalte den Sky-Berichterstattern Sebastian Hellmann und Lothar Matthäus. Diese machten Labbadia über eine frisch über den News-Ticker gelaufene Bild-Schlagzeile zu seiner Entlassung aufmerksam.

Den Trainer vor Vertragsende zu entlassen ist nicht wünschenswert bei sportlichem Misserfolg aber oft unumgänglich. Einem um seinen Job bangenden Verantwortlichen aber nicht persönlich über die Entscheidung zu unterrichten sondern die Neuigkeit zur Presse durchsickern zu lassen ein offenes Demonstrieren kommunikativer Probleme im Verein und Zeugnis schlechter Mitarbeiter-Führung.

Wenn Bayern schwächelt

Es ist eine häufig gebrauchte Floskel die auch von Funktionäre so ziemlich jedes deutschen Champions-League-Anwärters sinngemäß ausgesprochen wurde. „Wenn die Bayern schwächeln, müssen wir die Chance nutzen und da sein.“

Nun scheint sich ganz Fußball-Deutschland einig, dass der Liga-Primus keine gewohnt dominante Saison spielt und bereits unverhältnismäßig viele Punkte liegen gelassen hat. Von einem Ausnutzen der Situation aus Leipzig, Dortmund oder Leverkusen ist man aber meilenweit entfernt. Trotz der vielen Punktverluste liegen die Bayern mit sieben Punkten vor den Zweitplatzierten Leipzigern.

Dass es auch anders geht zeigen mit Ausnahme der Ligue-1 die anderen Top-Ligen. Die schwächelnden Riesen Liverpool/ Man City, Juve oder Real/Barca sind von konstanten, lauernden Konkurrenten überflügelt worden.