Rückblick – 16.Spieltag

Spieler des Spieltages: Felix Agu

Weit von der Startelf entfernt schien das Anfang der Saison aus Osnabrück an die Weser gewechselte Talent bisher. Drei Kurzeinsätze standen für den 21-jährigen Deutsch-Nigerianer bisher zu Buche. Gegen Augsburg durfte Agu dann endlich von Beginn ran. Nicht auf seiner angestammten rechten Seite, sondern als Schienenspieler auf links lieferte der deutsche U21-Nationalspieler defensiv und offensiv ein überzeugendes Startelf-Debüt.

Der diese Saison stark aufspielende Daniel Caligiuri konnte gegen den schnellen Agu seinen Offensiv-Drang selten ausspielen und wurde nach einer Stunde sichtlich abgearbeitet aus dem Spiel genommen. Vorne sorgte Agu durch seine Vorstöße für die wichtigen drei Punkte. Eine durch Reece Oxford verlängerte Flanke Agus konnte Theodor Gebre Selassie, sein Pendant auf rechts, in der 84. Spielminute zum 1:0 verwerten. Drei Minuten später schloss Agu selbst zum 2:0 entstand ab. Die Hereingabe des eingewechselten Romano Schmid traf Agu ungewollt mit dem Standbein und ließ Rafael Glikiewisz im Tor keine Abwehrchance.

Zu Hause ist es am Schönsten

Der millionenschwere Abgang von Luka Jovic zu Real Madrid dürfte als eines der teuersten Missverständnisse in die jüngere europäische Fußballgeschichte eingehen. Das Fußball spielen hat der Serbe beim weißen Ballett scheinbar aber doch nicht ganz verlernt. Bei seiner Rückkehr an alte Wirkungsstätte machte der bullige Stürmer mit seinem Doppelpack die Schalker Hoffnung auf einen weiteren Punktgewinn zunichte. Das 2:1 war Luka Jovic in Reinform.

Eine Hereingabe seines Landsmanns und Kumpels Filip Kostic drosch er ohne den Hauch eines Zweifels mit gefühlten 200km/h in die Maschen. Mit Silva, Kostic, Kamada, Barkok, Younes und eben angesprochenem Jovic hat die Eintracht nun eine Offensive beisammen, die in der Lage sein sollte bis zum Schluss um die europäischen Plätze mitzuspielen.

Felix Brych zeigt Rückgrat

Den schon sicher geglaubten drei Punkten aus Stuttgart machte den Gladbachern in der Nachspielzeit der Video-Referee einen Strich durch die Rechnung. Zweifelhaft war der Elfmeter allemal, Bensebaini hielt Kalajdzic zwar, wurde von diesem aber auch am Fuß getroffen. Der Kontakt blieb Schiri Brych aber auch bei eigener Ansicht am Monitor im Verborgenen. Der Frust steckte den des Sieges beraubten Gladbachern tief in den Knochen. Jonas Hofmann ließ im vielgeklickten Post-Match-Interview bei Sky seiner Wut freien Lauf und schoss offen gegen Brych und den Videoschiedsrichter.

Versöhnlich waren die Worte des Spielleiters im Nachgang der Partie. Seinen Fehler eingestehend sprach er den Stuttgarten bei der Elfmeter-Entscheidung eine Menge Glück zu. Selbst reflektiert Fehler eingestehen ist keineswegs Normalität unter Schiedsrichtern. Das verlangte auch dem Gladbacher Chef-Coach Marco Rose höchsten Respekt ab. Der verlautete auf der PK vor dem Bremen-Spiel: „Dass Schiedsrichter Dr.Brych den Fehler nach dem Spiel zugegeben hat, zeigt enorme Größe. Auch Schiedsrichter können mal Fehler machen.“

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