Rückblick – 13.Spieltag

Spieler des Spieltags: Robert Lewandowski

Die Bayern machen Bayern-Dinge. Der Liga zu verstehen geben, verwundbar zu sein und genau dann, wenn es darauf ankommt, wieder die Muskeln spielen lassen. Im Topspiel dieses Spieltages bekam es der Rekordmeister im Spitzenspiel um den ersten Tabellenplatz mit den bis dato ungeschlagenen Leverkusenern zu tun.

Zwei katastrophale Abwehr-Fehler und ein wacher Lewandowski katapultieren die Bayern im Endspurt vor der Weihnachts-Pause auf Platz Eins der Liga. Kurz vor Ende der guten ersten Leverkusener Halbzeit konnte der Pole ein Missverständnis zwischen Lukas Hradecky und Jonathan Tah ausnutzen und per Kopf zum 1:1 Ausgleich abstauben. In der ausgeglichenen zweiten Halbzeit sah dann alles danach aus, dass die beiden Mannschaften leistungsgerecht mit einem Unentschieden auseinandergehen. Dann ließ abermals Tah in der Nachspielzeit ein Anspiel Diabys unbedrängt verspringen und Lewandowski versenkte einen abgefälschten Schuss zum Sieg in den Maschen.

Team-Arbeit führt zum Erfolg

Manchmal muss man seine Autorität beiseiteschieben und auf seine Berater vertrauen. Die ganze Woche über soll Co-Trainer Tim Borowski ein gutes Gefühl gehabt haben, was den neunzehnjährigen Eren Dinkci aus der zweiten Mannschaft betrifft. Bis zu seiner Einwechslung in der 85. Minute soll er seinem Chef Florian Kohfeldt empfohlen haben, den Regionalliga-Torjäger ins kalte Wasser zu werfen und seine ersten Bundesliga-Minuten zu bescheren. In der Schlussminute des langweiligen Keller-Duells gegen Mainz kam es dann, wie es kommen sollte.

Der ebenfalls eingewechselte Tahtih Chong schlug eine Flanke aus dem Halbfeld in den Rücken der Mainzer Hintermannschaft, in den sich der lauernde Dinkci geschlichen hatte und die Bremer per Kopf in Ekstase versetzte. Ohne die Beharrlichkeit Borowskis und den unegoistischen Führungsstil Kohfeldts wäre es dem Mittelstürmer wohl nicht geglückt, mit seinem ersten Ballkontakt gleich für seine ersten Bundesliga-Treffer und wichtige drei Punkte für Werder zu sorgen.

Gladbach macht sich unbeliebt

Einer anderen Person aus kurzer Entfernung bewusst ins Gesicht zu spucken, ist nichts als widerlich. Max Eberls Auftritt sich als Verantwortlicher vor das Mikrofon zu stellen und das Ganze als Versehen abzustempeln grob fahrlässig und eine verfehlte Gelegenheit in der Öffentlichkeit klare Kante zu zeigen. Frankreichs Weltmeister von 1998, Lilian Thuram, fasste die Situation passender zusammen. Enttäuscht teilte er in einem Social-Media-Post klar, dass er seinen Sohn Marcus in der Situation nicht wiedererkannt habe.

Besonders prekär wird die Situation mit dem Wissen, dass auch Christoph Kramer eine Woche zuvor Glück hatte, als er nach einer sehr absichtlich aussehenden Spuck-Attacke gegen Sebastian Rode nicht vom Platz gestellt wurde. Die sonst so sympathische Fohlen-Elf hat in den letzten Wochen einige Schäden in der öffentlichen Wahrnehmung davongetragen. Zumindest nutzte man intern die Chance, den französischen Neu-Nationalspieler treffend zu sanktionieren. Ein gesamtes Monatsgehalt muss Thuram nun einer gemeinnützigen Organisation speden.

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