Rückblick – 12.Spieltag

Spieler des Spieltags: Lars Stindl

Gladbach zeigt sich durch den schmalen Kader mit der ungewohnten Doppel-Belastung in der Liga momentan oftmals müde und ohne die letzten notwendigen Prozente an Frische und Spritzigkeit. Im Spiel bei Eintracht Frankfurt musste Kapitän Lars Stindl zum Punktgewinn die Kohlen für seine Mannschaft aus dem Feuer holen.

Ein wunderschönes, halbhoch rechts an der Mauer vorbeigezirkeltes Freistoß-Tor brachte die frühe Führung für die Elf vom Niederrhein. Diesen Zwischenstand konnten die Frankfurter bis zur Nachspielzeit auf eine 3:1-Führung drehen, ehe Stindl das Spiel auf den Kopf stellte. Einen verdienten Foulelfmeter verwandelte der Offensivmann in der Schlussminute nervenstark zum 2:3, nur um fünf Minuten später im Schlussakt der Nachspielzeit durch eine Willensleistung den Ball im Kopfball-Duell gegen zwei Eintracht-Verteidiger über die Linie zu drücken.

Keine Spur von Glamour

Eigentlich keimte in den letzten Wochen der Eindruck auf, die Hertha sei in der Phase ihr Spiel dem durch die Verantwortlichen kreierten Image des glamourösen Big-City-Clubs anzupassen. Das Spiel gegen den destruktiven Abstiegskandidaten aus Mainz zeigte aber nicht einmal Nuancen von spielerischer Finesse. Stattdessen gab es 90 Minuten Fußball zum Abgewöhnen. Nach Schlusspfiff wurde nicht ein einziger Schuss aufs Tor in die Statistiken aufgenommen. Strafraumszenen blieben ebenso Mangelware.

Verteidiger der Hertha können mit Sicherheit anführen, dass die Mainzer es geschafft haben die Berliner auf ihr Niveau runterziehen. Die Spiele der vergangen Wochen haben mehr als deutlich aufgezeigt, dass die Rhein-Hessen in ihrer derzeitigen Lage nichts Anderes vorhaben als das Entstehen eines Fußball-Spieles mit offenem Visier zu verhindern. Nichtdestotrotz ist es erschreckend, wie wenig dieser, mit talentierten Spielern bespickten, Berliner Mannschaft eingefallen ist um das Mainzer Bollwerk zu knacken. So bleibt am Ende nur ein 0:0 das als Anti-Werbung für den deutschen Fußball und Alptraum für alle Cutter von Match-Highlights in Erinnerung bleibt.

Wende mit neuem Trainer?

Vor dem Start dieses Spieltages ist der viel gescholtene BVB-Coach Lucien Favre entlassen worden. Der bisherige Co Edin Terzic übernimmt den Tabellenvierten voraussichtlich bis Saisonende. Das Fußball-Volk erwartete zu einem großen Teil einen frei und entfesselt aufspielenden Titel-Aspiranten der die verunsicherten Bremer in ihre Einzelteile zerlegt. Ganz so sah das Spiel der beiden kriselnden Traditions-Klubs dann aber nicht aus. Zwar waren die Dortmunder der verdiente Sieger der durchschnittlichen Partie, ein positiver Effekt war aber allenfalls in Teilen sichtbar.

Kapitän Marco Reus zeigte eine stark verbesserte Leistung, war Aktivposten und Torschütze der Schwarz-Gelben. Jadon Sancho wirkte aber einmal mehr wie ein Fremdkörper und die Suche nach Lösungen ohne Top-Stürmer Erling Haaland weiterhin ein schwieriges Unterfangen. Vor den nächsten Rückrunden-Spielen muss der BVB zwingend daran arbeiten im letzten Drittel kreativer zu werden und die ohne Zweifel vorhandenen Top-Spieler wieder zurück zu alter Stärke zu pushen.

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