Rückblick – 6.Spieltag

Spieler des Spieltages – Lucas Alario

Mit einem frühen Doppelpack noch in der ersten Halbzeit drehte „El Pipa“ das Spiel beim SC Freiburg früh zugunsten der Leverkusener. Für Alario waren die Saisontreffer 4. und 5. zudem der zweite Doppelpack in Folge.

Vor der Saison wurde lediglich der international begehrte Tscheche Patrick Schick als namhafte Offensiv-Verstärkung für das wechselnde Top-Scorer-Duo Kevin Volland und Kai Havertz geholt. Gefordert werden sollte vor Allem die namhaft besetzte bisherige zweite Offensiv-Reihe. Einer davon ist eben jener Lucas Alario, der durchwachsene Bundesliga-Saisons durchlebte und seinen Stempel bisher eher als Edel-Joker aufdrücken konnte.

„El Pipa“, der in Argentinien schon bewies, als Starter Top-Tor-Quoten aufweisen zu können, scheint sich durch verringerten Konkurrenz-Druck aber pudelwohl zu fühlen und besonders seit der verletzungsbedingten Abstinenz Patrick Schicks regelrecht aufzublühen. Seine beiden Doppelpacks erzielte der Nationalstürmer der Albiceleste in eiskalter Manier eines Vollblut-Knipsers.

Die Bayern zeigen sich menschlich

8:2, 8:0, 5:0, 4:0 – eine kleine Sammlung vergangener Ergebnisse unter Bayern-Coach Hansi Flick. Leidtragende dieser verheerenden Niederlagen waren unter Anderem Eintracht Frankfurt, Atletico Madrid und der FC Barcelona im CL-Halbfinale. Mit Ausnahme der 4:1-Niederlage in Sinsheim zeigte sich „La Bestia Negra“ zu Saison-Beginn schon wieder in außerordentlicher Frühform. Nie wurde auch nur ein Hauch von Blöße gezeigt und die bedauernswerten Gegner regelrecht überrollt.

Sowohl Lok Moskau als auch dem Krisen-Klub aus Köln schien da nur eine Rolle als meilenweit unterlegener Sparrings-Partner zuzukommen.Doch gegen beide gab es lediglich sehr mühsame, spielerisch glanzlose 2:1-Arbeitssiege. Zur Zeit sieht es tatsächlich mal wieder danach aus, dass spielmüde Bayern durch wache, disziplinierte Gegner vor Probleme gestellt werden können und dem neutralen Fußball-Fan eventuell mal wieder ein spannenderer Meisterkampf bevorsteht.

Jogis Aussortierte sind weiter in Top-Form

Mit der Ausbootung aus der Nationalmannschaft scheinen Thomas Müller, Mats Hummels und Jerome Boateng einen Motivationsschub bekommen zu haben. Schon in der vergangenen Rückrunde zählten alle drei zweifelsohne ligaweit zu den besten Spielern auf ihrer Position. Müller und Boateng waren sogar elementarer Bestandteil des historischen Triples.

Auch in dieser Saison lassen die drei aussortierten Routiniers weiter ihre Muskeln spielen. In Abstinenz von Lewandowski ging der grätschende, kämpfende Müller als Leader auf dem Platz voran und trug als Ersatz-Elfmeterschütze auch in punkto Toren zum mühsamen Arbeitssieg des Rekordmeisters bei. Boateng durchlebte fehlerfreie 90 Minuten und machte den sichersten Eindruck in Bayerns Defensive. Auch Mats Hummels hinterließ einen astreinen Arbeitsnachweis beim 2:0 Sieg auf der Bielefelder Alm. Als Abwehrchef der sattelfesten Dortmund-Defensive war Hummels auch vorne mit einem Doppelpack per Kopf der Unterschiedsspieler und Mann des Tages.

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